Leitbild der Volksschule St. Stefan ob Leoben

Stand 2018

 

 „Eine Gesellschaft offenbart sich nirgends deutlicher als in der Art und Weise, wie sie mit ihren Kindern umgeht. Unser Erfolg muss am Glück und Wohlergehen unserer Kinder gemessen werden, die in einer jeden Gesellschaft zugleich die verwundbarsten Bürger und deren größter Reichtum sind!“

 

Nelson Mandela

 

„Du bist uns willkommen – mit allem was du mitbringst und was dich besonders und wichtig macht.“ Die Gedanken Mandelas und unser ehrliches Bestreben ein Haus für ALLE Kinder und deren Eltern zu sein, ist in einer ressourcenorientierten, an stetige Entwicklungsmöglichkeiten glaubenden, inklusiven und bindungsorientierten Grundhaltung aller LehrerInnen unseres Teams vereint. Wir sehen das Kind in seiner Ganzheit mit all seinen Anlagen und Bedürfnissen, seinen Interessen und Gefühlen und versuchen es so zu fördern, dass ihm ein effektiver, seinen Voraussetzungen entsprechender Lernerfolg, möglich wird.

  

 

Leistung ist uns wichtig! Allerdings gibt es eine starke Unterscheidung zwischen Leistungsmessung und Leistungsfortschritt. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, Leistung zu zeigen. Alternative Leistungsbewertung bis zur dritten Schulstufe in Form von Lernfortschrittsdokumentationen, Portfoliomappen sowie verschiedensten Kompetenznachweisen legen Beurteilungen offen, zeigen ein breitgefächertes Leistungsbild und regen zu einer Entwicklung von Feedbackkultur, die auf die einzelne Schüler und Schülerinnenpersönlichkeit abzielt, an. 

  

In der Vielfalt liegt die Kraft! Elemente der Jenaplanpädagogik, der Montessoripädagogik und traditioneller Unterrichtsmodelle sind die Grundlage unserer Arbeit. Im Zentrum steht immer das Kind. Wir versuchen individuelle Bedürfnisse und das Entwicklungstempo jedes Einzelnen zu achten. Wir bemühen uns, eine inklusive Schule, eine Schule für alle, unabhängig ihrer Herkunft, Religion sowie geistigen und körperlichen Voraussetzungen, zu sein. 

 

 

Wir unterrichten Kinder, keine Fächer! Nach diesem Motto versuchen wir die Organisation des Unterrichts an unserem Standort nach den Bedürfnissen unserer Schüler und Schülerinnen zu orientieren. Seit dem Schuljahr 2012/13 organisieren wir unseren Anfangsunterricht schulstufenübergreifend als Familienklassen.  Familienklasse bedeutet, dass in jeder unserer Eingangsklassen Kinder der Vorschulstufe, der ersten Stufe und Kinder der zweiten Stufe arbeiten und lernen. Die dritte und vierte Klasse wird altershomogen geführt. 

 

  

Zusammenleben und Zusammenlernen erfordert die Übernahme von Verantwortung aller Beteiligten! Eine gute Klärung der Verantwortlichkeiten in der Begleitung der uns anvertrauten Kinder ist uns sehr wichtig. Elternpartizipation ist unumgänglich und ein wertvoller Beitrag in der Lernbiografie eines jeden Kindes. So ist uns Elternbildung, Elternberatung und Miteinbeziehung von elterlichen Erfahrungen ein großes Anliegen. Unsere Schulkinder lernen schon sehr früh, Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess (durch  Unterrichts- und Lernformen, die auf Eigenverantwortlichkeit und Selbstkontrolle setzen,  Förderung von Selbsteinschätzung, Reflexionsfähigkeit, Möglichkeiten zur Mitgestaltung des Unterrichts für Schüler/innen), aber auch für das gesamte Schulleben  (Mitwirken bei Festen und Feiern, gemeinsame Schulregeln, Übernahme von speziellen Verantwortungsbereichen, Gesunde Jause, Büchereiordner, Hochbeetbepflanzung, eigenverantwortliche Nutzung von Gruppenräumen, selbstständiges Arbeiten in Projekten/Themenarbeiten) zu übernehmen.

 

 

Die Vereinbarungen für das Zusammenleben und Lernen in unserer Schule lauten: 

 

Ich kann meine Kreativität entfalten.
Ich kann meine Stärken ausbauen.
Ich kann Freundschaften schließen.

  

Ich will mich bemühen, Dinge zum Guten zu verändern.
Ich will mich sicher und anerkannt fühlen.
Ich will Neues entdecken und lernen.

  

Ich muss lernen, meine Aufgaben verantwortungsvoll und pflichtbewusst zu erfüllen.

Ich muss versuchen, Vereinbarungen einzuhalten.
Ich muss die Konsequenzen für mein Verhalten tragen lernen.